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Berufswahl Berufsschullehrer? PDF Drucken E-Mail

Ist das Lehramt der Oberstufe - Berufliche Schulen - die richtige Berufswahl?

  • Ich mag Wissensvermittlung im direkten Kontakt mit Menschen.
  • Ich zeichne mich durch Kommunikationsstärke aus.
  • Ich bin hilfsbereit, teamfähig und (meistens) geduldig.
  • Ich bevorzuge die Abwechslung und verfüge über ein breit gefächertes Interessenspektrum.
  • Ich ziehe Kreativität, Weiterbildung und Entwicklung standardisierten und gleichtönigen Tätigkeiten vor.

Sollten mehrere dieser Aussagen zutreffen, dann kann `Lehrer/in an Berufsbildenden Schulen´ genau die richtige Berufswahl sein. Die Aufgaben als Lehrer/in an einer Beruflichen Schule können nach Interessen, Neigungen und Begabungen selbst mitbestimmt werden, denn die Wahl der Studienfächer entscheidet über das spätere Einsatzgebiet. Im Studium und im anschließenden Referendariat wird das fachwissenschaftliche und erziehungswissenschaftliche Wissen erworben. Die Studieninhalte werden permanent in Anlehnung an technologische, arbeitsorganisatorische, gesellschaftliche und geisteswissenschaftliche Veränderungen adaptiert bzw. reformiert. Berufsschullehrer/innen erteilen allgemeinbildenden, berufstheoretischen und berufspraktischen Unterricht. Sie vermitteln den Schülern und Schülerinnen vor allem Kenntnisse und Fertigkeiten, aufgrund derer sie in ihrem Beruf sachverständig und durchdacht handeln und sich später weiterbilden können.Sie müssen jedoch nicht nur für die fachlichen Inhalte kompetente Ansprechpartner sein, sondern den Schülern und Schülerinnen den Unterrichtsstoff auch schülergerecht näher bringen und dabei pädagogische und erzieherische Arbeit leisten. Die jeweilige Thematik wird durch die entsprechenden Lernfelder bestimmt, die einzelnen Unterrichtssequenzen, konzepte und -methoden legen die Lehrer/innen selbst fest.Von besonderer Bedeutung ist für Lehrer/innen an Beruflichen Schulen der enge Kontakt zur Wirtschaft. Das „Duale Ausbildungssystem“ steht für eine ausgewogene Berufsausbildung auf den Standbeinen Ausbildungsbetrieb und Schule. Die Berufsschule führt in Zusammenarbeit mit dem Betrieb zu einem berufsqualifizierenden Abschluss. Für den Auszubildenden impliziert das „Duale Ausbildungssystem“ ein jeweils sehr hohes Niveau in Fachtheorie und –praxis. Genau dies macht die Lehrtätigkeit an der Berufsschule so abwechslungsreich und interdisziplinär. Im Netzwerk zwischen Schule, Ausbildungsbetrieb und den zuständigen Kammern kommt dem/der Lehrer/in eine sehr wichtige Koordinationsfunktion zu. Permanente Fortbildungen auf allen Ebenen sowie interessante Kontakte zur Wirtschaft runden die Tätigkeit ab.Ein Berufsschullehrer unterrichtet aber nicht immer nur Berufsschulklassen, da die Tätigkeitsfelder an einer berufsbildenden Schule sehr vielfältig sind. An beruflichen Schulen können auch alle allgemeinbildenden Abschlüsse erworben bzw. nachgeholt werden: Vom Hauptschulabschluss, über einen mittleren Bildungsabschluss oder die Fachhochschulreife, bis hin zur allgemeinen Hochschulreife, dem Abitur. Denn die „Berufsschule“ ist nicht gleich „Berufliche Schule“.

  • An Fachschulen (auch Fachakademie genannt) werden hochqualifizierende Bildungsabschlüsse der beruflichen Weiterbildung (z. B. Techniker, Fachwirt) angeboten.
  • An Berufsfachschulen und Höheren Berufsfachschulen kann in Form von Vollzeitunterricht ein beruflicher Abschluss und/oder die Mittlere Reife erworben werden.
  • Die Fachoberschule vermittelt allgemeine, fachtheoretische und fachpraktische Unterrichtsinhalte und führt zur Fachhochschulreife.
  • Ein berufliches Gymnasium (auch Fachgymnasium) vermittelt allgemeinbildende und berufsbezogene Unterrichtsinhalte und führt zur allgemeinen Hochschulreife.
  • In einigen Ländern wird auch die Berufsoberschule angeboten, die ebenfalls zur Hochschulreife führt.

Die Tätigkeit des Gewerbelehrers ist eine sehr vielseitige forschungsnahe und interdisziplinäre Aufgabe, die hohe Anforderungen an fachliche, pädagogische, soziale und persönliche Kompetenzen stellt.

(Vergl. http://www.karriere-mit-zukunft.de/html/be.htm)

Berufsbild der Lehrer mit Fachrichtung Metalltechnik

Berufspädagogen bzw. Lehrer der beruflichen Fachrichtung Metalltechnik verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und grundlegende Kompetenzen in vier zentralen, auf einander bezogenen Bereichen:

  1. Analyse, Gestaltung und Beurteilung beruflicher Bildungs- und Qualifizierungsprozesse in der Fachrichtung Metalltechnik mit näherer Betrachtung von:
    • Zielgruppen beruflicher Lernprozesse in ihrer Entwicklung und Heterogenität
    • Arbeitsbezogenes Fachwissen sowie seine Berücksichtigung und Verankerung in schulischen und betrieblichen Curricula
    • Ziele und Inhalte beruflicher Bildung und Qualifizierung
    • Planung, Durchführung und Evaluation von Unterrichts-, Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen
    • Methodik des Lernens und Lehrens in den Gewerblich-Technischen Wissenschaften (speziell in der Fachrichtung Metalltechnik)
    • Gestaltung, Einsatz und Evaluation von Medien in Lern-, Bildungs- und Qualifizierungsprozessen
  2. Analyse und Gestaltung beruflicher Facharbeit in der Fachrichtung Metalltechnik, bezogen auf:
    • Arbeits- und Geschäftsprozesse im Hinblick auf die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz
    • Wechselverhältnis von Technikeinsatz und beruflicher Facharbeit
    • Beziehung zwischen Betriebs- und Arbeitsorganisation und beruflicher Facharbeit
    • Möglichkeiten der Mitgestaltung von Arbeitswelt und Gesellschaft durch berufliche Facharbeit
  3. Analyse und Gestaltung von Konstruktions-, Produktions-, Fahrzeug- und Versorgungstechnik als Gegenstand von Arbeits- und Lernprozessen mit näherer Betrachtung von:
    • technischen Produkte, Prozessen und Werkzeugen und technischen Dienstleistungen
    • Technik und beruflichen Kompetenzentwicklungen
    • Gesellschaftlichen und materiellen Grundlagen der Entwicklung technologischer Innovationen
    • Auswirkungen technologischer Innovationen auf Gesellschaft und Umwelt
  4. Entwicklung der Berufe und des Berufsfeldes Metalltechnik mit näherer Betrachtung von:
    • Konstruktions-, Produktions-, Fahrzeug- und Versorgungstechnik als Gegenstände von berufsförmiger Arbeit
    • Entstehung und Wandel berufsförmiger Arbeit in der Konstruktions-, Produktions-, Fahrzeug- und Versorgungstechnik
    • Entwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Konstruktions-, Produktions-, Fahrzeug- und Versorgungstechnik